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Ab September verkehren Taxibusse zwischen Nové Město und Jindřichovice pod Smrkem

21. 8. 2024

Ab Montag, dem 2. September, verkehren zwischen Nové Město pod Smrkem und Jindřichovice pod Smrkem sogenannte Taxibusse. Es handelt sich um eine Art bedarfsorientierter Verkehr, der es ermöglicht, die Verkehrsanbindung an Orten und zu Zeiten, an denen das Angebot des regulären öffentlichen Nahverkehrs nicht besonders effizient ist, operativ und flexibel sicherzustellen. Zunächst handelt es sich um einen Pilotbetrieb, den die Region anschließend gemeinsam mit dem Verkehrskoordinator – der Firma KORID LK – auswerten wird.

Die Taxibusse werden Teil des bedarfsorientierten Nahverkehrssystems sein, d. h. es handelt sich um Busse auf Abruf. Im Gegensatz zu den derzeit betriebenen sogenannten „Radiobussen“, die nur zu den im Fahrplan festgelegten Zeiten bestellt werden können, wird das Taxibus-System in sogenannten Zeitfenstern nutzbar sein.

Der Verkehrskoordinator KORID LK erstellt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen CITYA eine Analyse der Region Liberec, deren Ziel es ist, geeignete Standorte für die Einführung eines bedarfsorientierten öffentlichen Nahverkehrs zu ermitteln. Teil dieses Vorgehens ist die Einführung dieser Verkehrsart im sogenannten Pilotbetrieb. „Der Standort zwischen Nové Město und Jindřichovice wurde vor allem deshalb ausgewählt, weil er von seinem Charakter her einem Gebiet entspricht, in dem ein solches Verkehrssystem für die Einwohner interessanter sein könnte als der klassische Linienverkehr“, sagt Jan Sviták, der als stellvertretender Landrat mit der Leitung des Verkehrsressorts betraut ist.

Bereits bei der ersten Vorstellung in Jindřichovice zeigte sich großes Interesse seitens der Einwohner, vor allem seitens der Familien. Das Gebiet umfasst auch die Gemeinde Horní Řasnice und teilweise Dolní Řasnice sowie Ortsteile der betroffenen Gemeinden. Damit wird künftig eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr im Ortsteil Dětřichovec, der zu Jindřichovice pod Smrkem gehört, gewährleistet.

„Das System ist einfach und intuitiv. Der Fahrgast gibt in wenigen Schritten ein, von wo er wohin fahren möchte, und die App leitet ihn zu dem Ort, von dem aus ihn TvůjBus zusammen mit anderen Fahrgästen befördert. Dank intelligenter Algorithmen werden die Route und der Betrieb dieser Verbindung dann während der Fahrt angepasst. Dank des innovativen Ansatzes des Koordinators für den öffentlichen Nahverkehr der Region Liberec, KORID, ist es uns gelungen, aus dem bedarfsorientierten Verkehr ein langfristiges Projekt zu entwickeln, das durch den Pilotbetrieb Schritt für Schritt die Vision in die Realität umsetzt. Ich freue mich sehr, dass wir den Fahrgästen auch in der Region Liberec Innovationen im öffentlichen Nahverkehr bieten können. Das bedarfsorientierte Verkehrssystem funktioniert bereits seit mehreren Monaten und Jahren erfolgreich auch in anderen Regionen. Ich bin überzeugt, dass der neu gestartete Betrieb in der Region Liberec den bedarfsorientierten Nahverkehr in der Tschechischen Republik wieder ein Stück weiterbringen wird“, erklärt Dominik Janík, Geschäftsführer von CITYA.

Der Transport wird vom Verkehrsunternehmen ČSAD Liberec mit einem Fahrzeug für 8 Fahrgäste unter der Marke „TvůjBus IDOL“ gewährleistet. Das Fahrzeug ist bereits entsprechend gekennzeichnet. „Wir möchten, dass TvůjBus eine Ergänzung für lokale Fahrten darstellt und keine Konkurrenz zu den Zügen und Bussen nach Frýdlant und Liberec bildet. Gleichzeitig muss das Einzugsgebiet so definiert werden, dass die Reaktionszeit des Verkehrsunternehmens auch für die Fahrgäste attraktiv ist“, erklärt Otto Pospíšil, Geschäftsführer der Firma KORID LK. „Gleichzeitig wollen wir auch Erfahrungen mit dieser Art des Verkehrs sammeln, die dann für die Entwicklung dieses Systems auch in anderen Teilen der Region übertragbar sein können.“ Weitere Gebiete plant der Verkehrskoordinator schrittweise in den Jahren 2025 und 2026 einzuführen, im Anschluss an die derzeit in Vorbereitung befindliche Gesetzgebung für den bedarfsorientierten Verkehr.

Im September wird die Nutzung dieses Systems kostenlos sein. „Über die Einführung von Fahrpreisen werden wir im Laufe des Septembers beraten, gehen jedoch nicht davon aus, dass der Preis die derzeit in der IDOL-Preisliste für dieselben Strecken angegebenen Werte übersteigen wird. Wir möchten die Taxibusse in Zukunft gerne in das IDOL-System integrieren“, schließt Sviták.

Ein ähnliches System funktioniert bereits seit einigen Monaten erfolgreich in der Region Pardubice, und ähnliche Projekte werden derzeit in der gesamten Tschechischen Republik vorbereitet.

Weitere Informationen finden Sie hier.