Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Liberec und Varnsdorf
23. 12. 2025
Ab dem 24. Dezember 2025 wird der Betrieb auf der Bahnstrecke 089 Liberec – Zittau – Varnsdorf – Seifhennersdorf wieder aufgenommen, und damit auch der Betrieb auf den Linien L7 und RE2 auf der gesamten Strecke Liberec – Seifhennersdorf und Liberec – Dresden Hbf.
Mit dem Ende der Sperrung tritt ein neuer Fahrplan in Kraft, nach dem sich in Zittau stündlich Züge aus allen Richtungen treffen und ein beliebiger Umstieg zwischen ihnen möglich ist. Die Verbindungen werden schneller und die Umsteigezeiten kürzer sein. So dauert beispielsweise die Fahrt zwischen Liberec und Varnsdorf (alter Bahnhof) dank der modernisierten Strecke etwa fünfzig Minuten, was zehn Minuten schneller ist als vor der Sperrung. Von Liberec aus wird es im Stundentakt möglich sein, direkt oder mit Umsteigen in Zittau in Richtung Varnsdorf, Dresden, Görlitz und Berlin zu reisen – und das mit einer Geschwindigkeit, die mit der einer Autofahrt vergleichbar ist.
- An Werktagen wird für den Pendlerverkehr von Studenten und Berufstätigen der Direktverkehr zwischen Varnsdorf und Liberec bevorzugt, der häufiger und über den ganzen Tag gleichmäßiger verteilt sein wird.
- An den Wochenenden wechseln sich dann regelmäßig Direktverbindungen von Liberec nach Varnsdorf sowie nach Dresden ab.
- Zu den Stoßzeiten an Werktagen ist weiterhin mit zusätzlichen Zügen zwischen Liberec und Hrádek nad Nisou gerechnet, und in den Morgenstunden wird ein neuer Zusatzzug mit Ankunft um 7:07 in Liberec ein, der damit den Takt in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zwischen den Zügen mit Ankunftszeiten um 6:51 und 7:29 verkürzt.
Am Bahnhof Hrádek nad Nisou werden die Bauarbeiten noch bis April 2026 andauern. Der Zugang für Fahrgäste ist daher von der Seite des Buswendekreises aus über den Fußweg zwischen dem Gleisbereich und dem ehemaligen Bahnhofslager sowie über eine provisorisch in Betrieb genommene Unterführung ohne Aufzüge zum Inselbahnsteig eingeschränkt. Für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität oder mit Gepäck, Kinderwagen und Rollstühlen wird die Baufirma bis zur Inbetriebnahme der Aufzüge während der Zugbetriebszeiten eine kostenlose Hilfeleistung bereitstellen, die die Fahrgäste anfordern können.
- Kontakt zum Fahrgastbetreuungsdienst am Bahnhof Hrádek n. N.: Tel.: +420 606 020 219. Die Mitarbeiter des Fahrgastbetreuungsdienstes stehen stets direkt an den Passagierbereichen zur Verfügung.
Für einige ausgewählte Verbindungen der Linie L7 gilt vorübergehend noch ein Ausweichfahrplan. Grund dafür ist eine technische Störung an der DB InfraGO-Anlage (keine Kreuzung im Bahnhof Großschönau möglich) sowie Personalmangel bei der DRE für die Betriebsleitung nach Seifhennersdorf. Daher gelten folgende Abweichungen vom regulären Fahrplan:
- Bis zum 18. Januar 2026 werden zwei morgendliche Verbindungen angepasst:
- 20936 – Abfahrt ab Varnsdorf um 4:36 Uhr bis zur Haltestelle „Varnsdorf piv. Kocour“; weiter nach Seifhennersdorf wird die Verbindung durch einen Ersatzbusverkehr gewährleistet,
- 20903 – Abfahrt NAD vom Bahnhof Seifhennersdorf um 5:00 Uhr; ab der Haltestelle Varnsdorf piv. Kocour fährt der Zug um 5:08 Uhr weiter. Der Versatz gegenüber dem regulären Fahrplan wird am Bahnhof Zittau durch einen 18-minütigen Aufenthalt ausgeglichen; von dort aus fährt der Zug um 5:54 Uhr gemäß dem regulären Fahrplan weiter,
- ab dem 19.1.2026 kann der lange Aufenthalt des Zuges 20903 im Bahnhof Zittau durch folgende minutengenaue Verschiebungen der Morgenverbindungen entfallen (die Anpassung gilt bis auf Weiteres):
- 20936/20903 – Der Busersatzverkehr zwischen Varnsdorf (Brauerei Kocour) und Seifhennersdorf bleibt bestehen
- 20901 – Abfahrt von der Haltestelle Varnsdorf „Altes Bahnhof“ um 4:14 Uhr (4 Minuten früher), der Zug verkehrt bis nach Liberec zu anderen Zeiten
- 20900 – Abfahrt vom Bahnhof Liberec um 4:47 Uhr (4 Minuten früher); ab dem Bahnhof Varnsdorf fährt der Zug gemäß dem regulären Fahrplan um 5:42 Uhr weiter
- 20903 – Abfahrt vom Bahnhof Varnsdorf um 5:35 Uhr (3 Minuten später); ab dem Bahnhof Großschönau fährt der Zug gemäß dem regulären Fahrplan um 5:40 Uhr weiter

Für einige Monate wird ein Probebetrieb zur Überprüfung der Pünktlichkeit stattfinden, bei dem unter anderem die Züge der Linien L7 und RE2 – mit Ausnahme der letzten Verbindungen – nicht auf verspätete Anschlusszüge warten werden. Ziel ist es, die Betriebsstabilität zu überprüfen und im Falle von Problemen die notwendigen Korrekturen vorzunehmen.
Während des Probebetriebs kann es auch aufgrund von Abschlussarbeiten zu Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bahnhof Hrádek nad Nisou sowie am polnischen Grenzübergang kommen, der Einarbeitung aller Schichten der Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens sowie der Betriebsführung auf einer völlig neuen Strecke mit sehr hohen betrieblichen Anforderungen in den ersten Wochen zu Komplikationen kommen. Eventuelle Mängel werden intensiv angegangen und schrittweise behoben.