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KORID LK feiert sein 20-jähriges Jubiläum! Wie werden die Fahrpläne erstellt?

24. 6. 2025

Bleistift, Papier, Taschenrechner? Das benutzen wir (in der Regel) nicht mehr.

Für die Erstellung von Fahrplänen nutzen wir die Software Edison von der Firma M-line. Dieses Produkt bietet eine umfassende Lösung für den öffentlichen Nahverkehr, sowohl für Verkehrsverbünde als auch für Verkehrsunternehmen. KORID nutzt als Verkehrsverbund vor allem zwei Module, nämlich Fahrpläne und Anschlüsse. Geplant ist der Einsatz eines dritten Moduls für Rundfahrten, die derzeit noch in Excel erstellt werden. Ein weiteres Hilfsmittel bei der Erstellung von Fahrplänen ist das regionale Portal NISA GO, auf dem die Entfernungen zwischen den einzelnen Haltestellen auf Zehntel Meter genau ermittelt werden. Nicht zuletzt ist der Techniker auch vor Ort im Einsatz, wo er die Situation direkt im Betrieb beobachtet und mit Vertretern von Gemeinden, Schulen und Arbeitgebern in Kontakt steht, um so viel wie möglich über die Beförderungsbedürfnisse der Fahrgäste zu erfahren.

Im Fahrplanmodul wird der konkrete Fahrplan der jeweiligen Linie erstellt, die Strecke (= also die Haltestellen, von denen jede gemäß dem landesweiten Informationssystem eine eigene Nummer hat), die Standorte der einzelnen Haltestellen sowie der Fahrplan der einzelnen Verbindungen, die Abfahrtszeiten von den Haltestellen und gegebenenfalls die dortigen Aufenthaltszeiten. Jede Verbindung unterliegt in der Regel bestimmten Einschränkungen, d. h., sie verkehrt beispielsweise nur an Werktagen, Schultagen, an Wochenenden, in der Sommer- oder Wintersaison usw. Es werden auch weitere Besonderheiten definiert, wie der Einsatz von Niederflurfahrzeugen, Fahrzeugen mit geringer Kapazität, die Mitnahme von Fahrrädern, insbesondere auf Fernverbindungen die Möglichkeit einer WLAN-Verbindung oder die Möglichkeit einer Sitzplatzreservierung. Einige Haltestellen sind Ausstiegshaltestellen oder werden im Radiobus-Modus bedient; die meisten Haltestellen sind auf Zeichen bedient und sind zudem einer Zone im IDS IDOL zugeordnet, bei überregionalen Linien auch dem IDS der benachbarten Region. All dies wird im Fahrplanmodul eingerichtet. Für Aushänge an den Haltestellen und die Veröffentlichung der Fahrpläne im Internet stehen vordefinierte Vorlagen in verschiedenen Varianten zur Verfügung, darunter auch Varianten für interregionale Linien. Die Ausgabedateien liegen im .isy- und .jdf-Format vor, die anschließend von der Bezirksverwaltung an das CIS (landesweites Informationssystem) weitergeleitet und vom Verkehrsunternehmen in das Fahrzeugsystem hochgeladen werden. Dadurch können Fahrgäste die aktuellen Verbindungen im Internet abrufen; auch die Anzeigetafeln an den Terminals und Busbahnhöfen beziehen ihre Informationen aus diesen Daten. Die Fahrer erhalten über das Abfertigungssystem Informationen zur Route und zu den Abfahrtszeiten an den einzelnen Haltestellen; sie wissen somit, welche Strecke sie fahren müssen und wann sie losfahren müssen . Auch die Informationen in den Bussen, wie beispielsweise die elektronischen Anzeigetafeln außen und innen oder die akustischen Durchsagen, beziehen ihre Informationen aus diesen Daten.

Um zuverlässige Umstiege zwischen den einzelnen Verbindungen zu gewährleisten, werden die Wartezeiten im Anschlussmodul eingegeben. Derzeit werden garantierte Umstiege zwischen Busverbindungen sowie das Warten von Bussen auf Züge definiert; in diesem Jahr werden wir auch das Warten von Zügen auf Busse testen, müssen hier jedoch abwarten, bis die zahlreichen Sperrungen im Schienenverkehr, von denen es in diesem Jahr wirklich sehr viele gibt, vorbei sind. Auch diese Informationen erhält der Fahrer auf seinem Abfertigungsgerät.