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Das Reisen an den Bahnhöfen in Chrastava und Hrádek nad Nisou wird komfortabler

26. 7. 2024

Die Bahnhöfe in Hrádek nad Nisou und Chrastava werden grundlegend modernisiert. Nach jahrelanger Vorbereitung beider Projekte hat die Eisenbahnverwaltung einen gemeinsamen Bauauftragnehmer ausgewählt. Die Bauarbeiten sollen noch im September dieses Jahres beginnen und im Herbst des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Im Sommer 2025 werden daher die Hauptarbeiten und Betriebsunterbrechungen stattfinden.

Die Fahrgäste werden die Modernisierung aller Bahnsteige zu schätzen wissen, einschließlich der Errichtung neuer Bahnsteige auf der Straßenseite des Gleisbereichs. Die meisten Fahrgäste werden künftig direkt von der Straße aus in den Zug einsteigen. Die heute stark vernachlässigten Unterführungen, die zu den weiteren Bahnsteigen führen, werden modernisiert. Die Unterführung in Chrastava wird auf Wunsch der Stadt bis zum Industriegebiet hinter dem Bahnhof verlängert. Auch die Bahnhofsgebäude beider Bahnhöfe werden saniert.

Die Region Liberec und ihre deutschen Partner bemühen sich seit fast 15 Jahren um technische Verbesserungen auf der gesamten Strecke Liberec – Zittau. Die vor vielen Jahren durchgeführten Sanierungsarbeiten waren nur partiell und haben die Bahnhöfe gänzlich ausgespart. Eine grundlegende Modernisierung wurde bislang nur am Bahnhof Zittau im Jahr 2017 durchgeführt. Nun wird die jahrzehntealte Signalanlage ausgetauscht, die Geschwindigkeit in den Bahnhöfen sowie auf dem zeitlich am stärksten ausgelasteten Abschnitt Chrastava – Hrádek n. N. erhöht, der bei früheren Sanierungsarbeiten nicht in seiner gesamten Länge berücksichtigt wurde.

Weder die Region Liberec noch die Fahrgäste konnten mit dem bisherigen Zustand zufrieden sein. Die steigenden Fahrgast- und Zugzahlen haben hier die Grenzen der veralteten Signalanlage erreicht, bzw. ist die Kapazität der Strecke zu Spitzenzeiten so stark ausgelastet, dass Züge sogar Verspätungen einfahren, obwohl sie einige Haltestellen lediglich durchfahren müssen. Ein noch größeres Problem ist, dass die Züge bei einem Halbstunden-Takt nicht in der Lage sind, die Haltestellen zu bedienen und gleichzeitig die Anschlüsse in den Knotenpunkten Liberec und Zittau zu erreichen. Anstelle der Anschlüsse in Zittau warten die entgegenkommenden Züge daher in Hrádek nad Nisou aufeinander, die Fahrzeit ist länger, und in Varnsdorf schaffen sie es nicht mehr, die gesamte Strecke zu bedienen, bzw. auf dem Endabschnitt muss es noch eine weitere Kreuzung und einen zusätzlichen Zug geben.

Die nun beginnenden Bauarbeiten werden zur Verbesserung der Situation beitragen, doch ein vollständig optimaler Betrieb wird erst durch die Beschleunigung des polnischen Abschnitts möglich sein, auf die noch gewartet wird.

Die Strecke Liberec – Hrádek nad Nisou ist nach der Frýdlant-Strecke die am zweitstärksten frequentierte im Liberecer Land; täglich befördern die Züge etwa 2.400 Fahrgäste. Auch der grenzüberschreitende Verkehr ist mit etwa 800 Fahrgästen täglich stark, wodurch dieser Bahnübergang zu den zehn meistfrequentierten in Tschechien zählt.


Pressemitteilung der SPRÁVA ŽELEZNIC vom 26. 7. 2024 im PDF-Format hier.